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Die Schlickschipper Wunderland Musiktheater, Rondeshagen
Figurentheater Wolkenschieber, Griebel

Shantys auf der Puppenspielerbühne. Der Käpt’n und sein Leichtmatrose und die Schiffsratte - eigentlich die klassische Besetzung für ein Schiff. Doch bei den Schlickschippern ist alles ganz anders.
Im Mittelpunkt der Szenerie ist die Musik, vielfältig und einfallsreich.
Ukulele, Banjo, Flöten, Mundharmonika, gespielt von Marc Lowitz , dazu Kochtopf, Schiffsglocke und Takellage , die auch zu Instrumenten werden und ein grandios gespieltes Akkordeon bildeten Backgroundmusik für die zwei tollen Sänger, die alle Zuschauer zum Mitsingen und beinahe zum Schunkeln animierten. Auch die Kleinen begeisterte die Musik, obwohl ihnen Anspielungen und Texte u.a. von Freddy Quinn nicht geläufig waren.
Es machte einfach Spaß, den beiden Protagonisten zuzuschauen bzw. zuzuhören, sie auf ihren Reisen von Nord nach Süd und von West nach Ost zu begleiten. Eine tolle Schiffsreise, voller Seemannsgarn „Seemannsbraut ist die See“ und Seemannsromantik „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt…“, und dennoch voller Ironie! Eben alles nicht so ernst gemeint. Allein der Befehl „Käpt‘n‘ an Bord!“ ist ein Hingucker: Ein Pfiff und prompt kippt sein Matrose das Boot nach rechts unten, die Bootswand wird niedrig und der Käpt‘n kann bequem einsteigen. Immer wieder komisch und einfach zum Lachen!!.
Schade nur, dass die Schiffsratte Fredy, eine wirklich „knuddelige“ Handpuppe mit großen Augen und kuscheligem Fell, eine Nebenrolle hat. Ihren Auftritt hätte ich mir häufiger gewünscht. Spaß und Freude hatte ich trotzdem!