Rückblick

32. Pole Poppenspäler Tage 2015

Die Schneekönigin
Theater Miamou, Berlin

„Die Schneekönigin“ das wohl längste der Märchen aus der Feder von Hans-Christian Andersen. Unter der Regie von Enno Podehl hatte Mirjam Hesse die Geschichte der Kinder Kay und Gerda behutsam eingekürzt. Als Prolog erzählt sie von dem Spiegel des Zauberers, der zerbricht und dessen Teile nun in der Welt umherfliegen. Sei verändern die Menschen, die sie treffen. Die Geschichte von Kay und Gerda beginnt mit der unbeschwerten Kinderzeit auf der Dachterrasse auf der die Rosen in den Blumenkästen blühen. Dann trifft einer der Splitter Kay und alles verändert sich. Nichts ist mehr schön, alles nur noch hässlich. Als er zusammen mit Gerda auf eine Schlittenfahrt geht, bindet er seinen Schlitten freiwillig an den der Schneekönigin an. Die Frau mit dem Gesicht aus Eis und dem Gewand aus weißem Schnee nimmt ihn mit in ihr eisiges Schloss. Hier vergisst Kay seine Kinderzeit. In seinem eingefrorenen Herzen ist kein Platz mehr dafür. Er widmet sich völlig den Aufgaben, die die Schneekönigin ihm stellt. Die Menschen in seinem Heimatort geben die Suche nach Kay bald auf, weil sie glauben, dass er tot sei. Nur Gerda vermag das nicht zu glauben. Sie macht sich auf die Suche nach ihrem Kinderfreund. Eine abenteuerliche Reise voller Überraschungen und Hindernisse wartet auf sie. Manchmal ist die Versuchung groß, einfach an einem Platz zu bleiben, wo es schön ist. Aber Gerdas Liebe zu Kay ist größer. Schließlich findet sie den Gefährten ihrer Kindertage. Sie kann ihn nicht nur aus dem Schloss der Schneekönigin befreien sondern auch von dem Splitter, der einst sein Leben so sehr veränderte. Mirjam Hesse findet für die berührende Geschichte über die Kraft einer großen Freundschaft poetische Bilder, die dennoch Raum für die eigene Fantasie lassen.