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Sterntaler theater Blaues Haus, Krefeld

Das Märchen 153 der Grimm‘schen Märchensammlung ist eins von den kurzen Märchen, das eigentlich jeder kennt. Es ist die Geschichte vom gutherzigen Mädchen, das alles fortgibt und dafür reich belohnt wird. Stella Jabben vom Theater Blaues Haus erzählte und spielte diese Geschichte mit einfachen Mitteln. Ihre Bühne ist ein großer Sessel, den sie etwas erhöht aufgestellt hat damit jeder gut sehen kann. Ein Lied führte in das Spiel ein. Die Kulissen entstanden aus dem Kostüm der Spielerin, die sich auf dem samtbezogenen Stuhl niedergelassen hatte. Sie spannte ihren Rock zwischen den Beinen auf und ließ aus ihm eine Landschaft mit Bergen, Tälern und einem Fluss entstehen. Zuerst trifft Sterntaler eine alte Frau, der sie ihr letztes Stück Brot überlässt. Sie wandert weiter und trifft das Mädchen mit den dünnen Haaren, dem ganz kalt am Kopf ist. Sterntaler überlässt ihm ihre Mütze, damit es nicht mehr frieren muss. Nahe dem Fluss findet sie dann einen Jungen, der sich in einem Busch verbirgt, weil er sich beim Spiel im Wasser nicht nur nasse Füße geholt, sondern auch die Hose zerrissen hat. Nun traut er sich nicht nach Hause. Ihm gibt sie ihren Rock, so dass er heimgehen kann. Zur Nacht gelangt das Mädchen in einen Wald und trifft dort auf jemanden, der noch weniger hat als sie und so gibt sie ihr letztes Hemd fort. Das gutherzige Mädchen legt sich nackt zur Ruhe im Moos des Waldes. Als die Sterne am Himmel aufgehen, geschehen wundersame Dinge: die Sterne fallen wie wie Goldtaler vom Himmel, und das Mädchen sammelt in ihrem neuen Gewand so viele, dass es für ihr Leben reich ist. Das Spiel endet mit dem Lied „Weißt Du wieviel Sternlein stehen?“, das die Zuschauer gern mitsingen.