Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2014

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Puppenspieler stellen sich vor babelart, Dr. Astrid Fülbier

Der Klassiker im Rahmenprogramm der Pole Poppenspälertage! Diesmal stellte sich die österreichische Bühne babelart den Fragen der Zuschauer. Die Bühne war erstmals zu Gast bei den Pole Poppenspäler Tagen und hatte mit den beiden Spielen „Orest“ und „Die Reisen des jungen Perseus“ viele neue Fans gewonnen, was schon am Andrang der Zuschauer vor der Bühne nach den Vorstellungen erkennbar war.
Babelart – das sind der sizilianische Schau- und Puppenspieler Manfredi Siragusa und die estnische Musikerin und Puppenspielerin Andra Taglinger. Beide leben seit vielen Jahren in Österreich – es ist genau in der Mitte zwischen Sizilien und Estland. Kennen gelernt haben sie sich im Rahmen eines Puppenspielfestivals auf dem Manfredi mit einem anderen Partner auftrat. Im Rahmen des Kulturprogramms der europäischen Kulturhauptstadt Linz 2009 arbeiteten sie erstmals zusammen. 2010 gründeten sie babelart. Manfredi kannte aus seiner Kindheit das Spiel der sizilianischen Marionetten, doch Puppenspiel interessierte ihn zunächst nicht. Als ausgebildeter Schauspieler zog es ihn nach Rom. Hier fand er eher zufällig zum Handpuppen- und Maskenspiel. In Andras Familie wurden immer wieder Geschichten erzählt von den Amateurpuppenspielen ihres Vaters während seiner Schulzeit, so dass sie Figurentheater als etwas sehr Positives, Aufregendes wahrnahm. Manfredi erzählte, wie sie zusammen die Inszenierung des „Orest“ entwickelten, bei der Andra die Regieassistenz übernahm. „Die Reisen des jungen Perseus“ zu inszenieren war ebenfalls ein Anliegen von Manfredi – er wuchs in einer Siedlung auf, in der die Straßen Namen mythologischer Charaktere trugen, so dass er schon als Kind nachfragte: wer ist das? Was hat der / die gemacht?
Die außerordentlich vergnügliche Plauderstunde endete mit einem sizilianischen Lied, das von Andra auf der Geige und von Manfredi auf dem Akkordeon begleitet wurde. Die Besucher von „Puppenspieler stellen sich vor“ waren zum Mitsingen des Refrains eingeladen und verließen viel später beschwingt und bereichert den Schauraum Richtung Hartmanns Landküche um dort das Bergfest der 31. Pole Poppenspäler Tage zu feiern.