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Ronja Räubertochter Theater Kuckucksheim,
Adelsdorf

Im gut gefüllten Treenehaus in Schwabstedt, ein übrigens sehr schöner Theatersaal, gab Stefan Kügel, der das Publikum in Husum und Umgebung schon seit vielen Jahren begeistert, eine beeindruckende Vorstellung.
Allein, wie dem Betrachter ein wohliges Gruseln überkam, als es blitzte und donnerte und die Mattisburg plötzlich in zwei Teile getrennt war, rechtfertigte, dass die Inszenierung erst für Kinder ab fünf Jahren empfohlen wurde.
Zur Darstellung des Heranwachsens von Ronja vom Baby zur Räubertochter benutzt Stefan Kügel Dias, die so mancher jüngerer Besucher wahrscheinlich das erste Mal in seinem Leben gesehen hat. Dann sang er mit den Kindern Indianerlieder, um eine mögliche düstere Stimmung zu vertreiben.
Wie inmitten der Feindschaft zwischen Mattis und Borka, der sich den abgetrennten Teil der Mattisburg einverleibt, eine lebenslange Kinderfreundschaft zwischen Ronja und Birk entsteht, zeigt Stefan Kügel mit seinen schönen Tischfiguren und seinem tollen Bühnenbild. Im Vordergrund die kämpfenden Mattis und Borka, urkomisch von Glatzen-Per kommentiert, oder Ronja und Birk in der Bärenhöhle, im Hintergrund die Leinwandprojektionen der Burg oder des Waldes, dazu immer wieder die mitreißenden Lieder. Es war eine rundherum gelungene Inszenierung!
Jörg Brand