Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2013

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Die Rückkehr der Tiere Martina Couturier

Das Eskimomärchen für Kinder von vier bis neun Jahren (und Erwachsene) führte in eine archaische Welt, die den achtsamen Umgang mit der Natur zum Thema hatte. Karg wie das Polarmeer im Winter war die Bühnenfläche, so dass man sich ganz auf das Spielgeschehen und die Erzählerin des Märchens konzentrieren konnte. Es war gut nachvollziehbar, dass es nicht einfach ist, in einer kalten, oft schneebedeckten Landschaft zu überleben. Und wo waren die Tiere? In dem Dorf, in dem auch zwei Waisenkinder lebten, drohten die Menschen zu verhungern. Schon lange hatte kein Jäger mehr ein Tier gesehen. Die Erwachsenen waren ratlos. Die beiden Kinder machten sich auf den abenteuerlichen und gefährlichen Weg zur Mutter des Meeres. Sie wollten sie um Rat fragen. Doch die Mutter war zornig – zu viele Missetaten hatten die Menschen begangen. Deshalb hielt sie die Bären, Füchse, Mützenrobben, Bartrobben, Fjordrobben, Grönlandrobben, Seerobben, Narwale, Walrosse und Vögel bei sich gefangen. Wie es den Kindern gelang, die Mutter des Meeres zu besänftigen und die Tiere wieder frei kamen, so dass die Menschen überleben konnten, erzählte und spielte Martina Couturier auf ruhige und dennoch fesselnde Weise, zu der die einfachen Figuren gut passten. Begleitet wurde sie von Ulrike Monecke mit Trommeln und Rasseln, den typischen Musikinstrumenten der Eskimos, so dass man vollkommen in diese berühmteste Geschichte der Eskimovölker abtauchen konnte. Wunderbar!