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Dornröschen DORNEREI Theater mit Puppen, Neustadt a.d.W.

Eleen Dorner vom Dornerei – Theater mit Puppen hatte eine wahrhaft märchenhafte Inszenierung des Dornröschen mitgebracht. Bezaubernd waren nicht nur die Figuren und die Bühne nach den Entwürfen der renommierten tschechischen Figurendesignerin Michaela Bartonova, sondern auch das differenzierte, vielseitige Spiel der Künstlerin. Auf der Bergspitze das Schloss, in dem das Königspaar sehnlichst auf ein Kind hofft. Wie groß das Glück, als es endlich geboren wird. Da ist Lachen, Freude und Scherzen wie das mit Babys sein kann. Alles ist wunderbar bis zum Tauffest, zu dem die Feen des Landes eingeladen sind und dem Kind Schönheit, Charme und Freunde wünschen. Wunderschön die Idee aus dem Bühnenbild die Feen heraustreten zu lassen und darüber hinaus die Kinder aus dem Publikum mit in das Spiel einzubeziehen. Als die dreizehnte Fee den Fluch ausspricht und die zwölfte Fee ihn nur noch mildern kann, lässt der König alle Spinnräder und Spindeln vernichten. Dennoch erfüllt sich der Spruch der Feen, denn Neugierde treibt die Königstochter an ein ihr unbekanntes Gerät auszuprobieren und natürlich verletzt sie sich und fällt in Schlaf. Vor den Augen des Publikums wächst eine undurchdringliche Dornenhecke, die sich erst nach hundert Jahren öffnen wird – wenn der richtige Prinz kommt. Prinzenkinder aus dem Publikum versuchen auch ihr Glück, doch die Zeit ist noch nicht reif. Endlich sind die hundert Jahre vorbei, ein junger Prinz durchdringt die Dornenhecke und das Leben auf dem Schloss kann weitergehen – auch die berühmte Nebengeschichte mit dem Küchenjungen. Einfach schön!