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Aschenputtel Mensch, Puppe! Das Bremer Figurentheater

Da wirbelt sie herein, die Prinzessin Othilie. Auf ihrem Dachboden ist sie frei genug, mit dem Hofmusiker zu plaudern, im Märchenbuch zu blättern und - - in die Welt ihres Lieblingsmärchens einzutauchen. Aschenputtel muss es sein! Die Geschichte des Mädchens, dem die Mutter starb. Als ihr Vater sich wieder verheiratete, wusste die Stiefmutter sehr wohl, wie sie ihre beiden Töchter in die Gunst ihres neuen Ehemannes schieben konnte. Und die Töchter waren ja auch liebreizend zu ihm. So erschmeichelten sie sich Schmuck, schöne Kleider und ein bequemes Leben. Aschenputtel wurde von ihnen in der Trauer um ihre Mutter verlacht und schließlich nur noch als jemand wahrgenommen, der im Haushalt zu arbeiten hatte. Als schließlich der junge, reiche König eine Frau suchte und die Schönen seines Landes zu einem Ball einlud, ja da waren die beiden Stiefschwestern sofort bereit alles zu tun, um ihm zu gefallen. Jede von ihnen wäre gern eine Prinzessin geworden.
Der wandelbare Märchenthron ist mal Sitzplatz für Othilie, mal Bühne für das Geschehen und er lässt sich sogar in eine Schattenbühne verwandeln. Immer wieder ergänzen wunderschöne Volkslieder die Geschichte. Jeanette Lufts Gesang wird hier von Ralf Winkelmann hervorragend auf der Gitarre begleitet. Und wie ging das nochmal mit dem Schuh, der nur der Richtigen passte? Mensch, Puppe! Das Bremer Figurentheater hat auch hier eine schlüssige Lösung gefunden, das blutige Geschehen spannend (aber nicht grausam) auf die Bühne zu bringen. Schlicht märchenhaft!