Rückblick

30. Pole Poppenspäler Tage 2013

Prinzessin Allerleirauh
Figurentheater Ute Kahmann, Berlin

Auf der Bühne: drei quadratische Stehlen, auf denen die Figuren eines jungen Mannes, einer jungen Frau und eines alten Mannes stehen. Ute Kahmann als Erzählerin überlegt, wer zu wem passen könnte, wer wem in Liebe verbunden sein mag und gruppiert die Stehlen immer wieder anders, fügt die drei Figuren in verschiedenen Konstellationen zusammen. So beginnt die Geschichte von der Prinzessin die so schön war wie ihre Mutter. Diese Mutter hatte dem Vater als letzten Willen aufgebürdet, dass er sich mit keiner Frau vermählen dürfe, die nicht ebenso schön sei wie sie. Und so entbrannte der alte König in heftiger Liebe zu seiner Tochter und begehrte sie zur Frau. Allerleihrau versuchte dem zu entkommen. Sie wünschte sich ein Kleid so golden wie die Sonne, ein Kleid so silbern wie der Mond und ein Kleid so schimmernd wie die Sterne. Sie hoffte, dass ihr Vater diese Wünsche nicht erfüllen könnte. Vergebens. Ute Kahmann zeigt uns diese Kleider, eins so schön wie das andere. Sie schwingen bei ihrem Tanz über die Bühne. Auch die Aufgabe, einen Mantel aus „tausenderlei Pelz und Rauhwerk zusammengesetzt“ für den jedes Tier im Reich ein Stück seiner Haut dazugeben musste, wird gelöst und vermag nicht den König von seinen Gedanken abzubringen. So bleibt der Prinzessin nur eins: Flucht! Und die führt sie in ein anderes Königreich, in dem sie schließlich das Herz des dortigen jungen Herrschers gewinnt und glücklich Hochzeit feiern darf. Einfühlsam schildert die die Erzählerin die Bedrängnis der Königstochter, ihre Flucht und ihre Suche nach einem neuen Platz in der Gesellschaft. Hilfreich sind dabei die Dinge, die sie aus ihrer alten Welt mitnahm: ein Kleid so golden wie die Sonne, ein Kleid so silbern wie der Mond und ein Kleid so schimmernd wie die Sterne.