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Prinzessin auf der Erbse Kobalt Figurentheater, Lübeck

Es waren einmal ein Hühnerpaar, das es sich auf der Gardinenstange des königlichen Schlosses bequem gemacht hatte und hier sehr gut das Familienleben von Königs beobachten konnten. Vater König regiert, Mutter König kümmert sich um die Familie und Sohn König wächst zu einem schmucken, jungen Mann heran, der für die Weiterführung der Dynastie sorgen und endlich heiraten soll. Natürlich nur eine richtige Prinzessin! Zahllose junge Frauen kommen an den Hof, doch irgendetwas ist immer falsch. Und dann steht eines verregneten Abends ein Mädchen vor der Tür. Pitschnass bittet sie um Einlass und behauptet doch tatsächlich eine echte Prinzessin zu sein. Dafür spricht schon gleich gar nichts: keine feinen Kleider, keine Kutsche, keine Begleitung. Naja, sie spricht schon gut und scheint auch zu wissen, wie man sich benimmt. Hahn Heinrich und Henne Karlotta erkennen natürlich sofort, dass das Mädchen die Wahrheit sagt, aber die Menschen? Da braucht es schon eine ganz besondere Probe, die nur wirklich echte, wahre Prinzessinnen bestehen können. Wenn dieses Mädchen das schaffen könnte, wäre das klasse, denn der Prinz merkt, dass er sie mehr mag als alle anderen Mädchen, die ihm bisher begegnet sind.
Das Puppenspiel um Aufbruch, Mut und erste Liebe mit vielen Kissen, zwei hungrigen Hühnern und einer Erbse nach dem Märchen von Hans Christian Andersen bezauberte durch schöne Figuren (von Michaela Bartonova und Antonin Müller), liebevolles, professionelles Marionettenspiel und spritzige Dialoge. Es war zugleich der Abschluss der Familienvorstellungen im diesjährigen Festival.