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Ronja Räubertochter Dorftheater Siemitz, Siemitz

Natürlich war die Geschichte von Ronja Räubertochter allen Kindern im vollbesetzten Rittersaal bekannt. Aber sie nun im Figurentheater zu erleben ist eben doch etwas anderes als das Buch zu lesen oder den Film zu sehen. Sabine Zinnecker und Dietmar Staskowiak führten als „erzählende Clowns“ durch die Ronjas und Birks Abenteuer. Überschäumend groß ist die Freude, als Ronja in einer unglaublich stürmischen Nacht geboren wird. Donner und Blitze erfüllen die Luft – Trommeln, Gesang und laute Musik erschallen im Rittersaal bis die Mattisburg sich geteilt hat. Hier und im umliegenden Mattiswald wächst Ronja heran, entdeckt ständig etwas Neues und wirbelt das Leben der Bewohner im verbliebenen Teil der Burg aufs Liebenswürdigste durcheinander. Ihre Eltern, Mattis Räuberhauptmann und seine Frau Lovis lieben sie sehr und auch die Räuberbande erkennt Ronja als etwas ganz Besonderes. Im Schattenspiel wird gezeigt, wie Mattis den Lebensunterhalt für seine Schutzbefohlenen beschafft: durch Überfälle auf Kutschen. Auch der Beruf des Räubers will gelernt und die Arbeit organisiert sein. Alles scheint wunderbar für Mattis und die Seinen. Doch dann zieht im im abgetrennten Teil der Mattisburg die Bande des Räuberhauptmanns Borka ein und nichts ist mehr wie es war. Die beiden Räuberhauptleute stänkern gegeneinander und bekämpfen sich, wo immer sie können. Aber Borkas Sohn Birk und Ronja stellen irgendwann fest, dass sie sich mögen, dass sie sich in schwierigen Situationen im Wald gegenseitig helfen können und so viel mehr erleben, als in ihrer jeweiligen Familie. Schließlich ist der Wald voll von Druden, Gnomen und Rumpelwichten, die nicht immer freundlich zu den Kindern sind. Die runde Schattenleinwand wird zur Bärenhöhle in der die Ronja und Birk nach dramatischen Ereignissen allein den Sommer verbringen, bis sich schließlich doch noch alles zum Guten wendet.
Klavier, Trommeln, Ukulele, Bambussaxophon und viele Überraschungen vereinen sich mit zwei Schauspielern, Schatten- und Puppenspiel zu einer kraftvollen Inszenierung, die noch lange nachwirkt.