Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2011

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Kratz Astrid Kjær Jensen, Dänemark
Annemie Twardawa, Berlin

Eine abgrundtief böse Welt, in der es immer nur regnet und man seinem eigenen Schatten nicht trauen darf – das ist das Grundmotiv der Film-Noir Geschichten der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts, das geprägt ist durch zahlreiche Hollywoodfilme.
Astrid Kjaer-Jensen und Annemie Twardawa, ausstaffiert mit Kostümen, die an die Mode der Zeit erinnerten, übertrugen es für ihre Diplomarbeit in die Welt der Katzen. Sie versetzen ihr Publikum in eine Szenerie der 1940er Jahre. Aus einem altmodischen Radio ertönte der Funkverkehr der (amerikanischen) Polizei, begleitet von Störgeräuschen. Der Held, ein Katzendetektiv, bewegte sich durch ein undurchschaubares Labyrinth von Mord und scheinbarem Selbstmord, Anschuldigungen, erotischen Versprechungen, Lügen und überraschenden Wendungen. Das Ziel der Begierden erwies sich, wie so oft im Leben, am Ende als höchst prosaisch. Wer Atmosphäre und Stories des Film-Noir der vierziger Jahre liebt, war hier genau richtig für die Entdeckung einer ganz eigenen Variante.