Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2010

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Morgenspaziergang Birgit Empen, Brigitte Peters

An diesem trüben Sommermorgen, der bereits deutlich den kühleren Herbst spüren ließ, ging es auf den Spuren von Theodor Storms Gedichten durch Husum. Die Besucher erfuhren dabei ganz nebenbei vielerlei über die Stadtgeschichte im 20. Jahrhundert. So z.B., dass der Schlosspark, der heute durch sein Krokusblüte im Frühjahr berühmt ist, als Sportgelände genutzt wurde. Dass der Hafen bis in die 1960er Jahre hinein auch durch regen Werftbetrieb gekennzeichnet war. Dann konnte man die Hammerschläge der Arbeiter in den Gassen der Stadt hören. Und wenn ein Schiff vom Stapel gelassen wurde, dann schwappte die Welle bis an das Ufer der Gegenseite. Heute erinnert nur noch eine kleine Slipanlage auf der Rathausseite an diese Tage. Mit dem Blick Richtung Meer las Brigitte Peters "Meeresstrand": Ans Haff nun fliegt die Möwe, und Dämmerung bricht herein; . . .
Weitere Stationen: das Haus, in dem Theodor Storm Theodor Fontane getroffen hat, in dem seine Tochter geboren und seine Frau Constanze gestorben ist; Das alte Gymnasium, das die Söhne Storms besuchten und das heute ein Hotel ist; Das Haus, in dem Storm viele Jahre seine Anwaltskanzlei betrieb und in dem sich auch heute noch eine Anwaltskanzlei befindet; Das Geburtshaus Storms am Markt und natürlich die Marktkirche des dänischen Architekten Hansen.
Das Innere der Kirche wird gerade wieder nach den Ursprungsplänen renoviert. Storm hatte ein gespaltenes Verhältnis zur Kirche, was sich sehr deutlich in seinem Gedicht "Kruzifixus" wiederspiegelt.