Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2010

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Anna Karenina Hermannshoftheater, Wistedt

Passend zum 100. Todesjahr von Lew N. Tostoi stand in diesem Jahr eine seiner Titelheldinnen im Mittelpunkt eines Figurenspiels während der Pole Popppenspäler Tage. Das Hermannshoftheater aus Wistedt hatte die Geschichte der unwiderstehlichen Liebe der Anna Karenina zum Grafen Wroski als Epos von Ankunft und Abschied gestaltet. Der Bahnhof (von Moskau oder St. Petersburg) an dem die Erzählerin, die Verkäuferin Mascha arbeitet, ist mit seinen ankommenden und abfahrenden Zügen Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Eine wandlungsfähige Bühne ermöglichte aber auch Blicke in einen Ballsaal und auf einen Reitplatz, wo die Tischfiguren sich zu den einzelnen Szenen zusammenfanden. Die Dramatik der Geschichte wurde noch unterstrichen durch Musikeinspielungen von Sergej Prokofjiew und Peter Tschaikowsky. Es gelang der Alleinspielerin Antje König durchwegs eine dichte Atmosphäre zu schaffen und dieses Stück zu einem Highlight des Abends zu machen.