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Aladin und die Wunderlampe Veit Utz Bross, Waiblingen

Am Anfang betritt ein orientalischer Märchenerzähler, gewandet mit Turban und Kaftan, den Saal. Es ist Veit Utz Bross, der die Kinder begrüßt und den Kindergartenkindern in der ersten Reihe die Hand gibt. Auf der Bühne ist ein üppiges Beduinenzelt aufgebaut, in dem sich der Figurenspieler niederlässt. Das Stück beginnt. Es lebt aus dem Zusammenhang von Erzählen und Spiel. Die zauberhaften Schöpfungen von Fritz Herbert Bross spielen nicht unbedingt die Hauptrolle. Sie dienen mehr zu Illustration des Erzählten.
Was auffällt ist, dass der Spieler während des gesamten Stückes ruhig, mit untergeschlagenen Beinen auf der Bühne sitzt. Diese Ruhe überträgt sich auf die Kinder. Mehr als 100 Kinder zwischen 5 und 11 Jahren hören gebannt zu, so dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Die Spannung löst sich nur, wenn der Wesir erscheint und übertrieben sorgenvoll seufzt - dann wird gelacht, der Sorgenseufzer nachgeahmt.
Veit Utz Bross versteht es, Spannung und Ruhe im Geichgewicht zu halten und sein Publikum in den Bann zu ziehen.
Irmgard Winkler-Schmidt