Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2010

Zurück zur Übersicht 2010

Ein Museum packt ein Arno Beuckenhauer, Team Pole Poppenspäler Förderkreis e. V.

Seit fast 20 Jahren gibt es jetzt das Poppenspäler Museum in Husum an verschiedenen Standorten. Es begann 1983 auf der Neustadt. Gila Terheggen folgte einem Traum: Der Plastik-Spielzeugwelt wollte sie eine Welt des kreativen Spiels entgegensetzen. Und deshalb wurden nicht nur Figuren ausgestellt, sondern auch Bastelnachmittage organisiert, Märchen erzählt und es wurde Musik gemacht! Zwei Jahre später musste das Museum umziehen und fand ein neues Domizil in der Stadtpassage, wo es wieder Mittelpunkt der Aktivitäten des Pole Poppenspäler Förderkreis e.V. und Ort einiger Sonderausstellungen zu bedeutenden Figurengestaltern der Gegenwart war. Der nächste Umzug 2003 führte die Poppenspäler an den Erichsenweg nahe dem Schloßpark und direkt neben die Irene-Thordsen-Kongresshalle. Nicht nur zahlreiche Besucher des dort gezeigten Menschentheaters nutzten gern die Pause für einen Besuch bei den Holzköpfen. Mit der Schließung der Halle ist auch der Standort des Museums in Frage gestellt.
An einem Abend in gemütlicher Atmosphäre sollten nun Ideen formuliert werden, wie und wo es mit dem Museum weitergehen könnte – denn dass es weitergehen soll, darüber waren sich alle Anwesenden, Mitglieder des Fördervereins, Festivalgäste und Sponsoren, einig. Doch zunächst einmal konnte man ganz in Ruhe die aktuellen Ausstellungen zum 100. Geburtstag des Figurenbildners Fritz Herbert Bross sowie "Märchenhaftes Holz" der beiden dänischen Künstler Astrid Bernth und Lars Ringgaard genießen. Diese hatten nicht nur ihre Marionetten und phantastischen Figuren ausgestellt, sondern boten darüber hinaus mit einer Modellier- und Schnitzvorführung Einblick in ihre Arbeit. Danach, oder zwischendurch, konnten die Teilnehmer des Abends sich am köstlichen Essen laben, das Arno Beuckenhauer, Puppenspieler und langjähriger Begleiter des Festivals, zubereitet hatte. Sehr positiv fiel bei diesen Aktionen ins Gewicht, dass seit 1. September der Wandelgang der Irene-Thordsen-Kongresshalle durch das Museum genutzt werden darf.
Bei den vielfältigen Gesprächen in kleiner Runde, berichteten die Initiatorinnen der Poppenspälertage von ihren letztjährigen Aktivitäten und Überlegungen zum Museumserhalt. In größerer Runde folgte dann eine Sammlung verschiedenster Hinweise, die Isgard Terheggen notierte und ordnete, so dass sie für jeden Museumsbesucher in den nächsten Tagen sichtbar waren.
Ein schöner Abend, der alte Traditionen – gemütliches Beisammensein von Veranstaltern, Künstlern und Festivalgästen - fortführte und vielleicht zum Erhalt des Museums beitragen konnte.