Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2009

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Der verzauberte Brunnen Hohenloher Figurentheater, Herschbach

Ein Märchen und dann noch ein Kasperlstück, in dem alles drin ist, was zum Kasperltheater dazu gehört: Prinzessin, Hofdame, Teufel, Teufels Großmutter, Seppl und Freund Kasper, so hieß es in der Einladung.
Ob das die Kinder begeistert? Traditionelles Kasperltheater, geht das überhaupt? „Ja, das ist möglich", hatte Harald Sperlich betont, als er seine Familientradition bei „Puppenspieler stellen sich vor“ dargestellt hatte.
Gespannt und voller Erwartung betrat ich den Theatersaal.

Kaum hatte sich der Vorhang geöffnet, Seppl und Kasper die Bühne betreten und mit lustigen Sprüchen - teilweise auf sächsisch - das Publikum in die Geschichte eingeführt, war der Funke übergesprungen.
Die Kinder verfolgten gebannt die Abenteuer ihres Kaspers, der für die Prinzessin die drei goldenen Haare des Teufels besorgen sollte. Sie fieberten förmlich mit und unterstützten Kasper durch Zurufe, damit er den Zauberspruch vervollständigen konnte.
Als Kasper die Prinzessin zum Tanz aufforderte, klatschten groß und klein den Rhythmus. Mit einem Riesenapplaus bedanken sie sich für den tollen Nachmittag.

Es geht also doch: traditionelles Figurentheater - wenn es gut gemacht ist.
Und das war es hier! Sowohl in der Puppenführung als auch in den Stimmvariationen ist das Hohenloher Figurentheater unübertroffen.
Die Figuren von Jürgen Maaßen, die als Ensemble bis zur Aufführung im Poppenspäler Museum standen, setzten diese zauberhafte Inszenierung großartig in Szene.