Rückblick

26. Pole Poppenspäler Tage 2009

Unterwegs mit Pole Poppenspäler
Pole Poppenspäler Förderkreis e.V.

Auch in diesem Jahr konnte man die Stormstadt erneut mit den Augen des Dichters sehen. An einem sonnigen Samstagvormittag war die Novelle „In St. Jürgen” unser Leitmotiv. Start war, wie jedes Jahr, das Poppenspäler Museum. Im Schlosspark mit Blick auf das Schloss vor Husum erzählte die Stadtführerin Birgit Empen einmal mehr Dichtung und Realität um das „Blütenwunder des Nordens”, die Krokusblüte, und auch das Denkmal für das Puppenspiel des Bildhauers Goedke durfte nicht fehlen. Danach ging es zum Grab der Familie Storm, das sich in direkter Nachbarschaft des Stiftes St. Jürgen befindet. Sobald man den Torbogen des Stiftsgebäudes durchschritten hat, öffnet sich, trotz unmittelbarer Nähe einer Durchgangsstraße, ein ruhiger Garten, der an diesem Morgen lichtdurchflutet zum Verweilen einlud. Hier ließ Brigitte Peters mit ihrer Lesung aus dem Werk Storms die Vergangenheit lebendig werden. Der anschließende Besuch der Stiftskapelle führte einmal mehr durch die Geschichte Husums bis in die Gegenwart. Die Kapelle war das Gotteshaus der Stadt als die Marienkirche am Marktplatz im 19. Jahrhundert neu erbaut wurde. Aber nicht nur Storm war hier regelmäßiger Gottesdienstbesucher - auch im Leben einiger Mitglieder des Pole Poppenspäler Förderkreis spielt der Ort eine gewichtige Rolle, ob nun bei der eigenen Hochzeit oder bei der Taufe der Kinder oder bei der Totenwache eines Verwandten. Und so wurden die Teilnehmer des Morgenspazierganges nicht nur durch das schöne Orgelspiel von Ada Vizenz beglückt und durch eine weitere Lesung in die Vergangenheit entführt - sie erfuhren auch wie die Stiftskapelle Teil des gegenwärten Lebens von Husumer Bürgern ist. Zum Abschluss ging es dann noch durch die betriebsamen Straßen über den Samstagsmarkt in die Marienkirche, wo Gila Terheggen etwas zur neuesten Geschichte dieses Bauwerks erzählte und Brigitte Peters nochmals aus „In St. Jürgen” las.