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Der fliegende Robert Figurentheater Seiler, Hannover

„Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immerfort.
Und der Hut fliegt weit voran,
stößt zuletzt am Himmel an.
Wo der Wind sie hingetragen,
Ja! das weiß kein Mensch zu sagen."

Oder doch? Die letzte Geschichte aus dem Struwwelpeter wird weitergesponnen vom Figurentheater Seiler aus Hannover. Sie beginnt in einem Fundbüro in dem Gerhard Seiler als gelangweilter Beamter tätig ist. Was dort nicht alles abgegeben wird: Schlüssel, Taschen, Mützen, selbst Ölbilder, und natürlich jede Menge Schirme! Deren Vielzahl faszinierte die Kinder: Dunkle und farbige, große und kleine, solche die husten und solche die quietschen. Ein Schirm fiel allerdings ganz besonders auf - der mit dem geschnitzten Kopf auf der Schirmspitze. Er gehörte dereinst Roberts Großvater. Und hier beginnt die Reise in das Land der Phantasie. Robert wird von seinem geschäftstüchtigen Vater vermarktet und auf eine Welttournee geschickt. Nach London! Nach Paris! Nach Las Vegas! In die Wüste! In den Dschungel! In die Arktis! Spielerisch erzählte Gerhard Seiler von den möglichen Abenteuern, die der fliegende Robert auf einer Reise um die Welt erlebt haben könnte - bis das Spiel aus ist, und der Beamte im Fundbüro Feierabend macht.
Gespannt folgten die Kinder dem Spiel. Da machte es auch nichts, dass Robert zwischendrin seinen Schirm verlor. Der wurde ihm sofort zurückgegeben. Und nach dem Spiel gab es tatsächlich wieder einen Schirm mehr in der Sammlung des Beamten im Figurentheater.