Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2009

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Von der Wanderbühne zum Tourneetheater Dr. Astrid Fülbier

Seit dem 18. Jahrhundert waren vor allem im sächsischen und süddeutschen Raum zahlreiche Wandermarionettentheater unterwegs. Einige nur in der näheren Umgebung ihres Wohnortes, andere auf Tourneen zu den großen Messen und Märkten in ganz Deutschland. Sie brachten Unterhaltung und Abwechslung in Dörfer und Kleinstädte. Man kannte sich, heiratete untereinander, gründete Dynastien: Schichtl, Winter, Bille, Richter, aber auch Lauenburger, Sperlich und Maatz zeigen zum Teil bis heute ihre Kunst. Das 20. Jahrhundert mit seinen großen Brüchen beendete zwar eine bestimmte Art zu spielen, doch markierte es keineswegs das Ende des Puppenspiels. Der Vortrag spürte dem Wandel nach, dem die Puppenspieler mit Kreativität und Anpassungsfähigkeit begegneten.