Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2009

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Étaín Theater Tineola Prag, Theater Rafael Zwischenraum, Berlin

Das Theater Tineola lädt ein in das alte Gymnasium.

Erzählt wird die Geschichte von Étaín, der heißersehnten Tochter der Flussgöttin Boyne und ihres Gatten Elcmar. Auf Anraten des Druiden Midir opfern sie dem Sonnengott Dagda einen Hahn. In eindrucksvoller Projektion sieht man das Blut des geopferten Hahnes fließen. Die Trikele, das keltische Symbol der Dreifachspirale ist allgegenwärtig, unterstreicht die Schwangerschaft, symbolisiert die während dieser Zeit nicht untergehende Sonne. Elcmar ahnt nicht, dass der Sonnengott Dagda der Zeuger seiner Tochter ist.
Das Schicksal nimmt seinen Lauf, als sich der Druide in Étaìn verliebt und sie von des Druiden Weib Fuamnach in eine Möwe verwandelt und zu ewiger Trennung verflucht wird. So spinnt sich der keltische Mythos in all seinen Wandlungen und Verwandlungen in kurzweiligen Szenen und geheimnisvollen Stimmungen, bis Étaìn im Kelch einer Königin auf wundersame Weise wieder ihre irdische Gestalt annimmt.

Die reduzierte Sprache wird stimmungsvoll von dem Klang wunderbarer Stimmen und Instrumente getragen.
Beata Alcior und Agnes Kutas erwecken die kunstvoll geschnitzten Figuren in ihrer wahrhaft göttlichen Ausstattung mit Gesang, Viola, Violine, Harfe, Perkussion, setzen sie wunderbar in Szene.
Michaela Bartonová als Meisterin der Projektionen und des Lichts vollendet das beeindruckende Puppenspiel von Ralf Lücke.

Und wieder einmal war es das passende Stück am passenden Ort!