Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2008

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Kasper und das Krokodil oder
Die Prinzessin im Netz
Puppentheater Rosi Lampe, Leipzig

Das Kas­per­stück nach Tex­ten von Franz Graf Poc­ci hat­te die Fi­gu­ren­spie­le­rin Rosi Lam­pe zum Ju­bi­lä­um des 200. Ge­burts­ta­ges von Franz Graf Poc­ci ent­wi­ckelt. Fi­gu­ren und Re­gie wa­ren vom (ost-) deut­schen Alt­meis­ter des Kas­per­spiels Frie­der Si­mon. Der Pole Pop­pen­spä­ler För­der­kreis e.V. fühlt sich Poc­ci be­son­ders ver­bun­den, ist doch seit An­be­ginn ein Schat­ten­riss aus sei­nem gra­phi­schen Werk Teil des Lo­gos. Rosi Lam­pe lei­te­te ihre Auf­füh­rung mit ei­ner kur­zen Ein­füh­rung und dem Ge­dicht "Das Kro­ko­dil" von Poc­ci ein. Dann ent­fal­te­te sich die wun­der­bar leb­haft und klar ge­stal­te­te, tem­po­rei­che Ge­schich­te von Kas­per, der zum Ge­burts­tag sei­ner Groß­mut­ter Fi­sche fan­gen will und da­bei auf die als Fisch ver­zau­ber­te Prin­zes­sin trifft. Eine Stimm­füh­rung, die je­der Fi­gur ei­nen ei­ge­nen Cha­rak­ter gab, über­zeug­te hier­bei eben­so wie die pro­fes­si­o­nel­le Hand­ha­bung wi­der­spensti­ger Tech­nik: Den Aus­fall der Zwi­schen­mu­si­ken über­brück­te Rosi Lam­pe sou­ve­rän mit live ge­spiel­ten mu­si­ka­li­schen Dar­bie­tun­gen. Groß­ar­tig! Die­se Poc­ci-In­sze­nie­rung bot den er­wach­se­nen Zu­schau­ern mit sei­nem hin­ter­grün­di­gen, ak­tu­el­len Witz, und den klei­nen Zu­schau­ern durch sei­ne kla­ren Struk­tu­ren eine kurz­wei­li­ge Un­ter­hal­tung.