Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2008

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Rotbällchen Eva Kaufmann, Berlin

In die­sem Jahr wur­de erst­mals ein Stück Kin­der ab zwei Jah­ren auf den Pop­pen­spä­ler Ta­gen ge­zeigt. Eva Kauf­manns Spiel­fgur in "Rot­bäll­chen" war ein ro­ter Ball. Das Spiel war wort­los, doch be­glei­tet von Tö­nen. Es be­gann mit ei­ner Se­quenz von "Su­chen und Fin­den", in der die klei­nen Zu­schau­er auf­ge­for­dert wa­ren, den ro­ten Ball von der Grö­ße ei­nes Tisch­ten­nis­bal­les auf dem Rü­cken von Eva Kauf­mann zu ent­de­cken. Die­ser Ball hat­te auf­ge­mal­te Au­gen und ei­nen "Mund". Es folg­ten Va­ri­a­ti­o­nen auf das The­ma "Ver­steck­spie­len". Da­nach ent­deckt Rot­bäll­chen die Welt der Töne, das Was­ser und ei­nen Spiel- und Streit­part­ner: ein an­de­res ro­tes Bäll­chen. Dann kam der rie­si­ge rote Ball ins Spiel. Bei­de Rot­bäll­chen las­sen ihn wie Char­lie Cha­plin in "Der gro­ße Dik­ta­tor" schwe­ben. Au­gen wer­den auf­ge­malt. Der Rie­sen­ball wird zum Spiel­ge­fähr­ten der bei­den klei­nen Bäl­le. Die Luft wird aus dem Rie­sen­ball ab­ge­las­sen. Er ver­än­dert sei­ne Form und wird zum Fisch, der win­zi­ge rote Kü­gel­chen ver­liert. Und dann tau­chen die bei­den klei­nen ro­ten Bäl­le er­neut ein in die Welt der Töne.
So­wohl die 2-4jäh­ri­gen Kin­der als auch der (grö­ße­re) er­wach­se­ne Teil des Pub­li­kums folg­ten dem va­ri­a­ti­ons­rei­chen Spiel auf­merk­sam. Ein ge­lun­ge­nes Ex­pe­ri­ment, das neu­gie­rig macht auf Ver­gleichs­stü­cke in den kom­men­den Jah­ren.