Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2008

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Ganz weit von zu Hause Dorftheater Siemitz, Siemitz

Auf der Büh­ne sind drei Clowns. In ei­ner Mi­schung von Schau­spiel und Schat­ten­spiel, Flach­fi­gu­ren und Hand­pup­pen er­zäh­len sie die Ge­schich­te des Jun­gen Tam­din, der sei­ne Hei­mat ver­las­sen muss, weil dort ein Krieg aus­bricht. Vor­bei ist die Zeit un­be­schwer­ter Kin­der­spie­le. Ein Schiff nimmt die Flücht­lin­ge auf und er­hält nach ei­ni­gen Ver­su­chen schließ­lich die Ha­fen­ein­fahrt in ei­nem frem­den Land. Tam­din hat sei­ne El­tern ver­lo­ren. Al­lein muss er sich in der neu­en Welt zu­recht­fin­den. Und das ist be­son­ders dann nicht ein­fach, wenn der An­füh­rer der Schul­klas­se sich ge­gen den Neu­ling wen­det, weil "die Frem­den uns ja al­les weg­neh­men". Gut, dass ein an­de­res Kind den Mut fin­det, die­se Hal­tung zu hin­ter­fra­gen. Wie es ge­lingt, dass Tam­din am Ende sei­nen neu­ge­fun­de­nen Freun­den das Land sei­ner Kind­heit zei­gen möch­te, er­zähl­ten Sa­bi­ne Zin­ne­cker, An­gie Dries­nack-Zen­deh und Diet­mar Stas­ko­wi­ak mit emo­ti­o­na­ler Wär­me, über­ra­schen­den Ef­fek­ten und ho­her mu­si­ka­li­scher In­ten­si­tät. Sehr se­hens­wert, auch wenn die Ge­schich­te ein biss­chen zu traum­haft en­det - aber viel­leicht fin­det ja der eine oder an­de­re Traum doch sei­nen Weg in die Re­a­li­tät.