Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2008

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Willy, der wilde Stier Theater Kuckucksheim, Adelsdorf

Die­ses fröh­li­che Stück über­zeug­te die Zu­schau­er in Hu­sum. Der Fi­gu­ren­spie­ler Ste­fan Kü­gel vom The­a­ter Ku­ckucksheim spiel­te wäh­rend der Auf­füh­rung gleich meh­re­re Rol­len. Er spiel­te sie mit gro­ßem Kön­nen, mal wit­zig, mal ko­misch und im­mer pas­send und stim­mig. Mit Lie­dern aus sei­ner frän­ki­schen Hei­mat for­der­te er das Pub­li­kum zum Mit­sin­gen auf. Das er­zeug­te eine gute und ge­lös­te Stim­mung im Saal. Zu die­ser Stim­mung pas­send war die Ge­schich­te von Wil­ly, dem wil­den Stier und das Ei­fer­suchts­dra­ma un­ter Rind­vie­chern. Nur durch den Mut des klei­nen Jun­gen Kal­le kann der wil­de Stier Wil­ly be­sänf­tigt wer­den und so führt ein klei­ner Held das Stück zu ei­nem gu­ten Ende.
Stefan Kü­gel spiel­te den frän­ki­schen Stall­knecht Gus­tav und gleich­zei­tig den spa­ni­schen To­re­ro Don Pe­dro, der für Ver­wir­rung im Vieh­stall sorg­te und ein Por­ti­on Fern­weh in den Nor­den brach­te. Mit Kopf­be­de­ckung und Mu­sik­in­stru­ment - ein Filz­hut und Kon­zer­ti­na für den Fran­ken so­wie Som­bre­ro und Gi­tar­re für den Spa­nier wech­sel­te Kü­gel auch das Tem­pe­ra­ment von be­hä­big zu feu­rig. Ein gro­ßer fahr­ba­rer Kof­fer wur­de zur Büh­ne, auf dem das Le­ben im Vieh­stall und in der Wohn­stu­be auf dem Bau­ern­hof zu se­hen war. Die wit­zi­gen Sze­nen der Rind­vieh­fa­mi­lie mit der Kuh Fran­zis­ka, dem Sohn Franz und Wil­ly, dem wil­den Stier wur­den mit Hand­pup­pen ge­spielt. Im Ge­gen­satz dazu stand die mit klei­nen Schaum­stoff­fi­gu­ren ge­spiel­te Fa­mi­li­en­sze­ne am Ess­tisch der Bau­ern­fa­mi­lie. Die klei­nen zap­pe­li­gen Fi­gu­ren sa­ßen eng ge­drängt um den Tisch und das ge­konn­te Wort­spiel des Fi­gu­ren­spie­lers ließ die­se Be­ge­ben­heit zu ei­ner le­ben­di­gen und ein­zig­ar­ti­gen Sze­ne im Stück wer­den. Eine gran­di­o­se Idee der Dar­stel­lung ei­nes Fa­mi­li­enes­sens.
Wil­ly, der wil­de Stier oder die Aben­teu­er auf dem Lan­de - eine wun­der­ba­re und se­hens­wer­te In­sze­nie­rung von Ste­fan Kü­gel!!!
Re­gi­na Gärt­ner