Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2006

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Eine Reise in die Urzeit Fliegendes Theater, Berlin

Am Anfang war der Stein.
Alle Kinder können ihn betrachten, wie er so eigentlich ganz unspektakulär durch die Reihen geht. Welche Geschichte sie aber mit ihm in den Händen halten, wird ihnen erst am Ende des Stückes bewusst, wenn der Figurenspieler ihn bei Baggerarbeiten auf dem Marktplatz seiner fränkischen Heimatstadt findet.
Evolution light, so könnte man den Untertitel dieses beeindruckenden Figurentheaterstückes von Rudolf Schmid und der Geräuschemacherin Marie-Elsa Drelon nennen. In 60 Minuten erleben die Kinder die Entstehungsgeschichte ihrer Welt, erzählt aus der Perspektive des Steines, den sie eben noch in ihren Händen gehalten haben.
Mit stimmungsvollen Projektionen, einer enormen Spannbreite an Geräuschen und einem umfangreichen Repertoire an Figuren entwickelt sich vor dem Publikum die Welt der ersten Pflanzen und Tiere bis hin zu Grabungsarbeiten in einer Stadt der "Moderne".
Naturereignisse wie Trockenheit oder Eiszeit werden genauso hautnah erlebt wie die teils dramatischen Überlebenskämpfe der Saurier. Immer wieder neue Bilder entstehen, die ganz plastisch Entwicklungsformen, wie zum Beispiel die des Flugsauriers erklären.
Für Rudolf Schmidt ist dieses Stück sicherlich nicht nur eine Herausforderung, was das imposante Spiel betrifft, sondern auch die Einwürfe der Dinosaurierspezialisten im Publikum, wenn es zum Beispiel um die Anzahl der Hörner der Kammerechsen geht…
Für Lehrer sollte dieses Stück zu einem Muss werden!
So kann Lernen richtig Spass machen, zumindest wenn man die Stimmen nach dem Applaus auswertet.