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Rigoletto Kobalt Figurentheater

Rigoletto ist eine Geschichte um Liebe, die mit ihrer Kraft gutes als auch böses bewirken kann. Aber auch, wie Liebe den einzelnen täuschen kann, ja ins Verderben führt. Rigoletto ist Hofnarr. Er treibt seine derben Spiele mit allen, die am Hof sind. Dadurch ist er sehr vereinsamt. Einziger Trost ist seine Tochter Gilda, die er zu ihrem Schutz versteckt hält. Dennoch lernt sie beim Kirchgang den Herzog kennen und verliebt sich unsterblich in diesen. Der Herzog entführt sie aus der Obhut ihres Vaters und verliert nach der Liebesnacht das Interesse an ihr. Als sie zu ihrem Vater zurückkehrt, sinnt Rigoletto auf Rache um die Ehre seiner Tochter wieder herzustellen. Er engagiert einen Mörder. Der Plan geht fehl. Der Mörder tötet Gilda und übergibt die Leiche in einem Sack an Rigoletto. Als dieser die Leiche im nahen Fluss versenken will, hört er von fern den Herzog sein Werbungslied singen. Er öffnet den Sack und erkennt sein Scheitern.

Diese wunderbare Inszenierung begeistert durch ihre Stimmung. Das Spiel von Stephan Schlafke und Silke Technau ist stets feinfühlig und zurückhaltend. Dem Stück und den großartigen Figuren von Antonin Müller entsprechend gibt es keine großen Bewegungen. Vielmehr ist die kleine Geste, die ruhige Bewegung, das dezente Licht, das, was die Faszination des Spiels ausmacht. Von Rigolettos Schicksal bleibt am Ende niemand unberührt.

Die Aufführung des Rigolettos wurde uns als Benefizspiel für den Erhalt des Museums geschenkt. Danke an Stephan Schlafke und Silke Technau vom Kobalt Figurentheater, Berlin, die uns und unserem Festival schon viele Jahre die Treue halten.