Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2005

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Der letzte Zug Theater Kuckucksheim

Die Geschichte des Holocaust wurde in Stefan Kügels Inszenierung anhand der Familie Goldberg in verschiedenen Ebenen nachgezeichnet.

Im Zentrum des Stücks steht ein Tisch mit einem Schachbrett, um das sich die letzten Überlebenden der Goldbergs versammelt haben. Vater Jakob, Sohn Siegfried und dessen Frau Margarete. Schnell wurde dem Zuschauer klar, dass Jakob seinen Zug zu spät getan hat. Es wird ein anderer diesen Zug tun, um ihn und die Seinen nach Auschwitz zu bringen.

Als Conferencier führte Stefan Kügel durch die einzelnen Szenen, deren Authenzität durch das Einspielen von historischen Fakten als Tonaufnahmen der damaligen Zeit verstärkt wurde. Mit jiddischen Liedern, deren eindringliche Texte in den Vernichtungslagern oder kurz nach der Befreiung entstanden, wurde die Atmosphäre zwischen Hoffen und Bangen dem heutigen Zuschauer begreifbar.

Mit dem letzten Zug ist es Stefan Kügel und seinem Regiesseur Dietmar Staskowiak gelungen, sich gegen das Vergessen des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte zu stellen.