Rückblick Pole Poppenspäler Tage 2004

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Märchenspaziergang Frieder Kahlert, Marlene Friedrichsen, Birgit Empen

In diesem Jahr gab es für die Festivalbesucher die Möglichkeit, die Storm-Stadt auf einer märchenhaften Stadtführung kennen zu lernen.

Begonnen wurde im Poppenspäler-Museum bei den gedrechselten Figuren des "Rumpelstilzchen" von Till de Kock für die Bühne Sagert. Nach einer kurzen Einführung zu diesen Handpuppen durch Frau Dr. Fülbier, seit April Vorstandsmitglied und fundierte Kennerin des Figurentheaters, ließ Marlene Friedrichsen, Märchenerzählerin des Poppenspäler-Kreises, das Grimmsche Märchen "Rumpelstilzchen" lebendig werden. Fasziniert lauschten die Erwachsenen ihrem Vortrag.

Durch den Schlosspark bis zur Büste Theodor Storms führte dann der Weg, den die Stadtführerin Birgit Empen als das Blütenwunder des Nordens beschrieb: Im Frühjahr blühen im Schlosspark Abertausende von lila Krokussen, die viele Touristen in die graue Stadt locken .

Im Südflügel des Schlosses hatte Frieder Kahlert seinen Marketenderwagen aufgebaut. Er begeisterte mit kleinen Märchenszenen, in denen er als Schauspieler, Erzähler und musikalischer Begleiter agierte. Kaum ein Auge blieb trocken.

So erheitert ging es weiter zum Storm-Museum. Auf dem Weg dorthin begegneten die Teilnehmer noch der Stormtown Jazzband, in der das Vereinsmitglied Bernd Volkers aktiv ist. Im Storm-Museum erfuhren die Festivalbesucher Wissenswertes aus Storms Biographie und über das Haus, in dem der Dichter tatsächlich fast 20 Jahre mit seiner Familie gewohnt hatte. Heute ist es ein Museum, das die Wohnatmosphäre zu Zeiten Storms widerspiegelt. "Der kleine Häwelmann" wurde hier den Zuhörern erzählt.

Zum Schluss schaute man in die St. Marien- Kirche am Markt, die Theodor Storm als "Kaninchenstall mit Pfefferbüchse" bezeichnet hatte. Mit dem Märchen "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren" endete ein schöner Vormittag. "Dieser Märchenspaziergang wird hoffentlich wiederholt," wünschten sich die Teilnehmer.