Workshop Kultur macht stark-Wege ins Theater-Theater für Entdecker*innen Okt. 2019

  1. Tag Museumsbesuch/Puppenbau

Um 9.00 Uhr wurden die Teilnehmer von Birgit Empen, Pole Poppenspäler Förderkreis, und von Heidi Böhnemann, Kinderschutzbund, und der Puppenspielerin und der Tanzpädagogin aus Flensburg begrüßt.

Um sich kennenzulernen, führen Inga Hartmann und Henriette Felix-Schumacher kleine Bewegungsspiele durch. Jedes Kind und jeder Erwachsene sagte beim hin-und-herwerfen eines Erdkugel-Balls seinen Namen. So stimmen sie die  Kinder mit gruppendynamischen Spielen auf das gemeinsame Tun ein. Die Kinder erleben, dass die Bälle nur dann im Tuch gehalten werden, wenn alle aufmerksam sind und Rücksicht aufeinander nehmen.

Darüber hinaus lernten sowohl die Puppenspielerinnen, die ehrenamtlichen Helferinnen als auch die Kinder, die Namen des anderen, sodass alle sich immer mehr als Gruppe verstehen lernten.

Gleichzeitig verhalfen die Aktivitäten zu mehr Aufnahmefähigkeit und Konzentration, was für den Museumsbesuch wichtig war.

In einer langen Schlange, zwischen jedem Kind ein Ball, der mit Rücken oder Bauch gehalten werden musste, zogen die Kinder durch den Schlossgarten zum Schloss ins Pole Poppenspäler Museum.

Dort wurden sie von Christine Reh Gründer, einer ehrenamtlichen Helferin des Pole Poppenspäler Förderkreises, begrüßt und durch die Ausstellung geführt.

Die Kinder betrachteten bunt geschmückte Figuren aus Indien, Indonesien und Burma. „Die haben ja zwei verschiedene Gesichter“, fiel einem Kind auf.

In einer Vitrine konnten sie die einzelnen Fertigungsstufen eines Kasperkopfes nachvollziehen. Der aus Holz geschnitzte Kopf des Hohensteiner Kaspers war Anlass, das Kasperkarusell genauer unter die Lupe zu nehmen. Staunend stellten die Kinder fest, dass es in England, Spanien, Russland auch den Kasper gibt. Nur sein Name und sein Aussehen ändern sich. Inga Hartmann zeigte dann noch, wie der Hohensteiner Kasperl als Handpuppe geführt wird. Eine klassische Handpuppe, betonte sie und erläuterte den Kindern, welche Finger nötig sind, um die Kasperfigur zum Leben zu erwecken.

Die Ausstellung „Fabelhaftes Fabula“, die Figuren des Figurenbauers Peter Röders, bekannt durch seine Figur „Uli von Bödefeld“ aus der Sesamstraße, zeigt und die Pole Poppenspäler Ecke, mit den Inszenierungen der Novellen „Stein und Rose“ und „Häwelmann“ , beeindruckte die Kinder.

Nach dem Rundgang fassten die Kinder alle gesehenen Figurenarten zusammen und schauten, welche davon zum Ausprobieren vorhanden waren.

An 4 Stationen mit jeweils einem Erwachsen versuchten die Jungen und Mädchen  Fadenmarionetten, Stabpuppen, Handpuppen und Fingerpuppen selbst  in die Hand zu nehmen und deren Spielweise auszuprobieren.

Der Moment des eigenen Spiels bereitete ihnen sichtlich Spaß, denn den Figuren wurde ganz selbstverständlich Leben eingehaucht, schnell fand sich eine Rolle, z.BPrinzessin und es entwickelte sich ein Dialog. Sogar eher zurückhaltende Kinder verloren ihre Scheu.

Nach 1,5 Stunden im Museum ging es erneut als Schlange durch den Schlosspark zurück, um dann das Mittagessen gemeinsam einzunehmen.

Um 12.45 Uhr wurden die Kinder mit einer Phantasiereise in die Unterwasserwelt mit kleinen Fischen, Korallen, Delphinen und Kugelfischen  zum Puppenbau angeregt.

Ihre eigenen Phantasiekugelfische, in rot, blau-gelb gestreift, mit Punkten und bunten Streifen versehen, sollten am Nachmittag entstehen.

Ausgangspunkt waren die Wasserbälle, mit denen am Vormittag gespielt worden war. Diese Bälle erhielten zwei Schichten aufgeklebtes Papier. Die runden Körper wurden dann mit Steroporkugeln beklebt, bemalt und mit Flossen aus Wellpapier oder Pergamentpapier versehen.

Stolz präsentierten die Mädchen und Jungen den anderen Kindern ihren Kugelfisch.

Gerne hätten sie weiter gebastelt- doch leider war die Zeit zu Ende.

In der Abschlussrunde fassten sie den Tag  nochmals zusammen Viele Details und Abläufe nannten die Kinder.. Gemeinsam sangen  sie das Lied: „Ich bin da, du bist da“.

Fazit: Für alle ein gelungener Tag! Die Puppenspielerinnen waren von der Disziplin und Konzentration der Gruppe begeistert.  „Es macht Spaß!“ betonten sie.

  1. Tag Puppenbau /Kugelfische

Der Tag begann bei strahlendem Sonnenschein, sodass die Begrüßung und die ersten Bewegungsspiele draußen auf dem Schulhof stattfanden.

Auch bei den Bewegungsspielen steht  erneut das Thema Unterwasserwelten im Vordergrund. Eine Gruppe bildet einen Fischschwarm und 2 Haie versuchen die Fische zu berühren, sobald sie berührt wurden, bleiben sie erstarrt stehen.

Nachdem die Kinder sich ausgetobt und gestärkt haben, werden ihre Kugelfische weiter bearbeitet.

Einige Kinder bemalen die Körper, andere kleben  Augen, Stacheln oder Flossen an die runden Papierkugeln.

Alle sind eifrig bei der Arbeit und wunderschöne bunte Kugelfische entstehen.

Noch vor dem Mittagessen sind alle Kinder mit ihrer ersten Figur fertig und können sich an der frischen Luft auf dem Schulhof bewegen. Anschließend werden im Raum

Bewegungen mit Musik und nach Anleitung geübt. Eine Spielleiterin ist vorn, die Kinder bilden 4 Reihen gebildet und eine Spielleiterin bleibt hinten. Die Fische bewegen sich als Schwarm, als Schlange oder sind Einzelgänger. Die einzelnen Elemente werden kombiniert. Zum Schluss wird die Spielleiterin zur Taucherin. Sie entdeckt ein Wesen, das sich dann wie sein Wesen bewegt. Die anderen Kinder erraten, ob es ein Delphin, eine Würfelqualle oder ein anderes Wasserwesen ist. Die gebastelten Kugelfische werden ausgestellt.

Nach dem Mittagessen beginnt die zweite Einheit des Puppenbaus. Eingestimmt auf die Unterwasserwelt mithilfe einer Phantasiereise, assoziieren die Kinder die verschiedenen Lebewesen, die im Meer leben. Mit diesen eigenen Bildern im Kopf sollen sie eine Skizze von ihrem Tier, Lebewesen  anfertigen.

Zu Beginn ist es ungewohnt für die Kinder, zu skizzieren, eine Zeichnung anzufertigen, die lediglich ungefähr ihre Figur, die sie bauen wollen, zeigt. Sie möchten eine perfekte Zeichnung anfertigen und legen großen Wert auf die Umgebung, wie z.B. das blaue Wasser.

Durch Unterstützung und Hinweise, es gehe lediglich um eine Skizze, einen Bauplan, beginnen die Mädchen und Jungen, sich  auf ihre Figur zu konzentrieren.

Es werden Wassernixen, Wale, Delphine, Fische, Krebse, Phantasiefiguren gezeichnet.

Als Material für diese Puppenbaueinheit wird Schaumstoff ausgewählt. Und die Kinder beginnen mit der Gestaltung ihrer Figur aus einem viereckigen Schaumstoffklotz.

Zum Abschluss des Tages nennt  jedes Kind ein oder zwei Dinge, die heute gemacht wurden. Gemeinsam singen sie das Lied: „Ich war da, du warst da.“

3.Tag Puppenbau/Schaumstofffiguren

Der Morgen wird heute eröffnet mit dem gemeinsamen Lied und unterschiedlichen Bewegungen.

Anschließend bewegen die Kinder gemeinsam das blaue Meerestuch, auf dem sich ein blauer und gelber Ball befinden. Einmal stehen sie, einmal sitzen sie in der Hocke und  alle bemühen sich, die Bälle auf dem Tuch zu halten.

Um eine kleine Aufführung mit den Kugelfischen vorzubereiten, ist ein schwarzer Vorhang aufgebaut. Die Kinder stellen sich hintereinander auf, bilden eine Schlange und gehen, schwimmen hinter dem Vorhang hervor auf die Bühne und positionieren sich entlang des blauen Meeres.

Begleitet von Musik werden Ideen der Kinder aufgenommen, um Möglichkeiten des Bühnenauftritts auszuloten: 4 Kinder kommen hinter dem Paravent hervor, ein Kind kommt mit dem Kugelfisch und lässt ihn ins Publikum schauen. Die Puppenspielerin gibt Hinweise zum Führen der Figuren: Den Blick auf die Figur richten , die Figur mit den Händen halten und  die Arme bewegen, mit den Augen der Figur/dem Kugelfisch folgen, die Spannung beim Abgehen von der Bühne behalten. Anschließend nehmen die Kinder ihre Kugelfische in die Hand und beginnen, mit den Figuren zu spielen, sie zu bewegen und mit ihnen zu kommunizieren. Ohne Scheu nehmen sie die Aufgabe an und können sich  problemlos in unterschiedliche Rollen  hineinbegeben.

Danach wird an den Schaumstofffiguren weiter gearbeitet. Jeder entwickelt seine ganz persönliche Schaumstofffigur. Aus einfachen Schaumstoff-Blöcken werden runde Köpfe geschnitten, die abfallende Schaumstoff-Stücke werden in Socken gestopft, um sie als Körper zu verwenden. Manche Kinder verzichten auf einen Sockenkörper, sondern bleiben bei der Gestaltung der Figur beim Schaumstoff. Durch Anmalen, Ankleben von Knöpfen, Pfeifenreinigern, Stoffen oder Papier kristallisieren sich allmählich Wassernixen, Kugelfische, Kraken, Seeschlangen, Tintenfische, Kalmare, Seepferdchen heraus. Durch einen Holzstab, der von der Puppenspielerin in den Kopf oder in den Körper gebohrt wird, können die Figuren als Stabpuppe gespielt werden. Einige Kinder arbeiten zügig , sodass sie sogar 2 Figuren herstellen können. Andere benötigen Unterstützung nicht nur bei der Ideenentwicklung, sondern auch bei der Umsetzung.  Auch ein Junge, der sich mit der Aufgabe Wasserwesen zu bauen, nicht anfreunden kann, wird eingebunden, indem er die Freiheit erhält, seine Minecraft-Figur zu entwickeln. Begeistert schnippelt er aus dem Schaumstoff, einen eckigen Kopf, einen eckigen Körper und Beine. Seine Figur erhält Knopfaugen, einen roten Pfeifenreiniger-Mund und Filzhaare. Stolz präsentiert er seine beiden Figuren, die mit einem Stab im Kopf geführt werden können.

An diesem Tag stand der Figurenbau im Vordergrund. Die Kinder waren konzentriert am Werk und zeigten Ausdauer und Durchhaltevermögen. Über ihre Figuren freuten sie sich und begannen sogleich, die Figur zu bewegen. Die Kinder fassen sich an den Händen und beschließen den Tag mit einem stummen Händedruck und einem Gedanken, was ihnen heute gut gefallen hat.

  1. Tag Der erste Bühnenauftritt

Heute ist ein reiner Übungstag für die Präsentation der Figuren.

Um die Abläufe und  Bühnenauftritte und kleinen Szenen für die Kinder deutlich zu machen und sie daran zu gewöhnen, wird nach einer kurzen Begrüßungsrunde sogleich mit  der ersten Übungseinheit begonnen.

Die Kinder versammeln sich hinter dem Vorhang und erscheinen nacheinander, ähnlich einer Schlange, von rechts und links und nehmen ihre festgelegten Plätze am Wasser, einem blauen Tuch, ein.

Untermalt mit Musik erscheinen die Kinder, die sich wie Meerestiere bewegen, hinter dem Vorhang. Nachdem  alle einen Zipfel des Tuchs in die Hände genommen haben, werden 3 Bälle in rot, grün und gelb auf das Tuch gelegt. Durch die Bewegungen der Kinder rollen die Bälle über das Tuch. Es wird noch ausprobiert, was passiert, wenn einige Kinder unter dem Wasser, dem blauen Tuch, hindurch krabbeln oder sich auf der Meeresoberfläche als Meerestier bewegen würden.

Anschließend nehmen die Kinder ihre Schaumstofffiguren und präsentieren  sie. Sie können ihren  Namen sagen oder eine kleine Szene spielen. Wichtig ist dabei zu beachten, so die Puppenspielerin, die Figur an dem Stab zu bewegen und auf sie zu schauen. Auf diese Weise wird sie lebendig und der Mensch dahinter tritt in den Hintergrund. Eine Hupe signalisiert den Beginn und eine Triangel das Ende des Bühnenauftritts.

Beobachtungen und Auffälligkeiten werden den jungen Puppenspielern von ihren Mitstreitern rückgemeldet. So erfährt der eine oder andere, er spreche zu leise, habe nicht die Figur angeschaut oder sei zu schnell von der Bühne abgegangen. Diese Hinweise ermöglichen Verbesserungspotenziale.

Aufmerksam verfolgen die Kinder die Spielweise jedes einzelnen.

In der nächsten Puppenspieleinheit geht es darum, die Kugelfische  zu bewegen.

Die Kinder formieren sich in Gruppen, lassen ihre Fische zur Musik schwimmen, sodass es den Eindruck eines Fischschwarms macht. Auch hier verschwindet die Person hinter der Figur, weil sie sich durch die Bewegung nach oben, seitlich oder nach unten bewegt. Ein Reigen bunter Kugelfische fasziniert den Zuschauer.

Im Laufe des Vormittags erarbeiten die Kinder in kleinen Gruppen Spielszenen, die sie dann nach dem Mittagessen dem Publikum zeigen möchten.

Schnell finden sich die Gruppen aus Sympathie, Freundschaft oder wegen der Gemeinsamkeiten der Figuren zusammen. Es wird rege diskutiert,  ausprobiert, verworfen, neue Ideen entwickelt oder Anstöße der Puppenspielerin aufgegriffen.

Damit  die Kinder sich an ihre Bühnenpräsenz gewöhnen können, zeigen sie das Erarbeitete  ihren Mitstreitern.

Die Mittagspause ist wohl verdient.

Vor dem Theaterereignis werden noch einmal die Abläufe besprochen, Reihenfolgen festgelegt, sodass bei der „Werkschau“ alles reibungslos funktioniert.

Die Zuschauer kommen erwartungsvoll in den Raum und sehen auf der Bühne ein blaues Tuch mit 3 Bällen. Die 15 Puppenspieler verschwinden hinter dem Vorhang. Musik ertönt und 15 Kinder  erobern die Bühne in den Bewegungen von Meerestieren, nehmen ihren Platz am Wasser ein. Sie nehmen das Tuch in die Hände und lassen die Bälle auf dem Wasser hin-und herrollen. Zum Schluss verschwinden die Bälle hinter der Bühne. Nur über dem Vorhang sieht der Zuschauer noch den Ball, bis er ganz weg ist.

Auch das blaue Tuch verschwindet hinter dem Vorhang, indem es über die Kante geworfen wird.

Jetzt ist die Bühne frei für die nächsten Szenen. Jeder Spieler tritt mit seiner Schaumstofffigur auf. Zu zweit oder zu dritt werden kleine Szenen gespielt. So wie die  3 Freunde, welche sich für einen gemeinsamen Schwimmbadbesuch verabreden und um die Wette dem Publikum entgegen schwimmen. Oder der Wal, der um Hilfe schreit, weil er zwischen den Felsspalten (Stuhlbeinen) eingeklemmt ist. Ein kleiner Kugelfisch kommt ihm zur Hilfe.

Nach diesen Szenen füllt sich die Bühne mit den bunten Kugelfischen. In großen und kleinen Schwärmen, hintereinander oder nebeneinander, werden die kreativen Ideen sichtbar. Eine wundersame, bunte Wasserwelt entsteht. Die Zuschauer staunen und beklatschen die Darbietungen.

Wie es sich gehört, erscheinen alle Spieler vor dem Vorhang und verbeugen sich vor ihrem Publikum. Ein riesiger Applaus ist ihnen sicher.

Das Publikum verabschiedet sich. Die Puppenspieler bleiben für ein Fotoshooting  mit ihren Figuren im Raum. Einzelfotos und Gruppenfotos entstehen.

Zum Abschluss des Tages und der Tage in Husum singen die Kinder ihr Lied:

„Ich bin da und du bist da!“

Der Vorstand des Pole Poppenspäler  Förderkreises bedankt sich bei den Kindern für die tolle Aufführung und lädt zu einem Kreativnachmittag  ein. Zukünftig gibt es alle 14 Tage am Freitagnachmittag, die Möglichkeit weiter Puppen zu gestalten und auch in Szene zu setzen. Morgen ist dann der Ausflug ins Figurentheater nach Flensburg.

  1. Tag Ausflug in Puppentheater Krimmelmokel nach Flensburg

Die Kinder versammeln sich wie jeden Morgen um 9.00 Uhr bei Max und Milla. Ihre Rücksäcke sind gefüllt mit Getränken und Brotdosen.

Für das gemeinsame Picknick im Theater ist gesorgt. Obst, Laugenbrezel und Süßigkeiten sind eingekauft. Getränke gibt es vor Ort.

13 Kinder sind an diesem Morgen da. Mit dem Erzieher Johannes von Max und Milla und mir, Birgit Empen, geht es zum Zob. Die Kinder sind aufgeregt und stellen Fragen: Wie lange bleiben wir? Was machen wir im Puppentheater? Sehen wir auch ein Stück?

Die Kinder sitzen hinten im Bus, unterhalten sich, schauen aus dem Fenster oder verspeisen schon einmal ihre Brote.

Wir steigen direkt am Deutschen Haus aus, wo sich in der 3.Etage das Puppentheater befindet.

Fröhlich begrüßen die Mädchen und Jungen die Puppenspielerin, Inga Hartmann, und die Tanzpädagogin, Henriette Felix-Schumacher. Im kleinen Theaterraum mit einer Bühne nehmen sie in den ersten Reihen Platz.  Inga Hartmann begrüßt ihre Zuschauer aus Husum und weitere Gäste zu ihrem Stück „Das hässliche Entchen“, ein Märchen von Hans Christian Andersen.

Auf der Bühne steht eine zweibeinige Leiter, die sowohl als Kulisse als auch Bühne dient. Die Puppenspielerin schaut neugierig ins Nest der Ente. 4 kleine Küken sind schon ausgeschlüpft, nur  das letzte Ei, will und will sich nicht öffnen. Während Mutter Ente brütet, zeigen die anderen 4 Küken, wie gut sie schwimmen können.

Sogar ihre Freundinnen wundern sich, dass immer noch nicht das Küken aus dem Ei geschlüpft ist. Endlich bewegt sich etwas, das Ei bekommt Risse und ein Küken mit grauem Gefieder entschlüpft dem Ei.

Mutter Ente freut sich riesig, doch die anderen Kükenkinder finden ihr Geschwisterkind eigenartig und prüfen, ob es auch wirklich schwimmen und tauchen kann.

Alle Szenen spielen auf der Leiter. Nur durch Hinzufügen von Brettern und Tüchern entstehen neue Spielorte. Auf dem Hühnerhof (Leitersprossen und breites Brett mit braunem Tuch) sitzt jedes Huhn auf seiner Sprosse, der Hahn natürlich ganz oben und das graue Küken hat keinen Platz. Enttäuscht und traurig  schleicht es sich davon. Es kommt an einen Weiher und bleibt dort, sogar bis in den kalten Winter. Als die Leiter mit klirrenden Glasscherben bestückt wird, beginnt auch das Publikum zu frösteln.

Gerettet wird das Entenküken von einem Bauern. Im Frühling, angedeutet durch eine Blumengirlande an der Leiter, hat sich das hässliche Entlein in einen Schwan verwandelt und findet auf dem Wasser eine ebenso schöne Schwanendame. Beide bilden mit ihren Schwanenhälsen ein Herz zwischen den Leitersprossen.

Die Kinder applaudieren begeistert. Auch während des Stücks schauen sie fasziniert auf das Geschehen. Neugierig nehmen sie die Einladung an, sich die Figuren anzuschauen. Die Figuren sind auch aus Pappmaché hergestellt, ähnlich der Methode, welche die Kinder für ihre Kugelfische nutzten.

Nach dem Theaterstück toben sich die Kinder in einem nahe gelegenen Park aus.

Anschließend wird gegessen und die einzelnen Stationen der Woche zusammengetragen. Ihre Erinnerungen, die besonderen Ereignisse, Dinge, die ihnen gut gefallen haben, können die Kinder auf einem großen Malpapier gemeinsam zeichnerisch oder schriftlich festhalten.

So entstehen kleine Texte und Bilder, wie ein gemeinsames Erinnerungsbild.

von allen gemeinsam.

Zufrieden mit diesem Tag versammeln sich die Kinder, um dann wieder mit dem Bus nach Husum zu fahren. Dort verabschieden sie sich voneinander und es geht ins Wochenende.

„Eine tolle Woche! Vielen Dank!“, verabschieden sich fast alle Kinder.