Puppensworkshop 23.09. – 26.09.

mit den Schülern der Klasse 4 b der Gemeinschaftsschule Mildstedt

Der Lions Club Husum Uthlande ermöglichte 21 Schülern der Gemeinschaftsschule Mildstedt im Rahmen der Pole Poppenspäler Tage 2019 ein Objekttheaterspiel von Anfang bis Ende zu realisieren, unter fachkundiger Anleitung und Regie von Felicitas J.M. Zoppeck-Pischel, der Klassenlehrerin Martina Wessels, Christine Reh-Gründer, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Pole Poppenspäler Teams, und jeweils täglich 3 Müttern oder Vätern.
Win Kürze diese drei intensiven Vormittag beschreiben? Ich entscheide mich für Stichworte, um der Vielfalt im Ansatz gerecht werden zu können. Also:

1. Tag
– pünktliche Versammlung aller gemeinsam Kreativen im Klassenzimmer
– Vorstellung und Namen-Aufkleber
– Zielformulierung Felicitas: zu dem aktuellen Thema Mikroplastik en 10-minütiges Objekttheater mit Musik und abschließender Aufführung erarbeiten
– danach, wie auch in den kommenden Tagen: Bewegungsspiele, wie „Gefühle“ im Laufen durch den Raum darstellen: wütend, schüchtern, müde. Klatschspiel. Viel Spaß dabei und wieder Raum für:
– Stillsitzen, Nachdenken, Ideen sammeln
– fridaysforfuture: worum geht es da? Was können WIR machen? Wie ist das mit dem Plastik, wo kommt es im Alltag vor? Wer leidet am meisten? Alle sind sich einig: das Meer und die Meeresbewohner trifft diese Umweltverschmutzung am Heftigsten
– jedes Kind hat einen Sack Plastik gesammelt, das wird in der Mitte auf einen Haufen geschüttet
– große Ideensammlung! Worum soll es in der Geschichte gehen? Welche Personen brauchen wir, welche Objekte?
– die Story wird gefunden, Szenen festgelegt, Spieler aufgeteilt, Musiker benannt
– so kristallisiert sich folgende Geschichte heraus:
Auf einem Tisch Strandpanorama, vier Familien sind dort, lassen Müll liegen. Das Unheil naht . . .  Tornado entsteht (langer Plastikschlauch, von zwei Kindern in wilder Drehung bewegt), umkreist auch die Forscherstation, die aus Kartons auf einem zweiten Tisch aufgebaut ist; „Replikator“ ist dort erfunden worden, der Plastik zu Essen umwandeln kann; große Not der  Forscher – es gibt Überlebende, im Meer (unter der Forscherstation) schwimmt ein mutierter Fisch, Taschenlampe hinter blauer Plastikfolie – das wäre dann der „teaser“ für den 2. Teil, den wir natürlich in unseren drei Halbtagen nicht schaffen!
– nun ran an die Arbeit! Es werden Personen zusammengeklebt, Fische entstehen, drei Kinder „entwickeln“ den Replikator, Strandzubehör, Tornadogebilde
– erste Texte der Familiengruppen am Strand entstehen
– alles wird auf Tischen in der Mitte des Klassenraums ausgestellt, am Ende eines turbulent-kreativen Vormittags
– Ausblick auf den kommenden Tag: was fehlt? Woran muss noch gearbeitet werden?

2. Tag
– Felicitas kennt fast alle Namen der Kinder auswendig – wow!
– also, was steht für heute an?
– Forscherstation bauen, Texte für 11 Forscher, Geräusche / Musik für die gesamte Geschichte
– szenisches Proben in der Mensa, dem Ort der Aufführung
– vorher (s.o.) Körper, Gefühle, Stimmen lockern in Bewegungsspielen (hinreißend mitreißend!)
– danach an die Arbeit: Texte schreiben und üben, Forscherstation bauen; Musikergruppe entwickelt Strandgeräusche, Lied, Plastik Perkussion
– in Mensa Aufbau der zwei Tische: Strandszene und Forscherstation, alle Utensilien darauf
– Musikergruppe übt draußen Geräusche und Led, drinnen werden Texte für die Forscher erarbeitet
– erster Durchlauf der Geschichte
– Ausblick auf den kommenden Tag: alles zusammenfügen, 11.45 Uhr Aufführung für Eltern und Gäste. Den Zuschauenden Botschaft mitgeben, zwei Plakate für Umsicht auf Umwelt anfertigen
– und natürlich p r o b e n!

3. Tag
– der Tag beginnt mit Felicitas‘ Ansage der Aufgaben der verschiedenen Gruppen (timing)
– dann natürlich wieder Bewegungsspiel, das nun wesentlich lockerer a b g e h t
– Forscher üben Text, Musiker ihre Musik, Eltern schreiben Texte auf Karton für Souffleuse (Felicitas händelt das neben der umfassenden Regiearbeit, auf dem Boden vor den Kindern sitzend)
– zwei Probendurchgänge, Generalprobe
– Stuhlhalbkreis für die Zuschauer vor den Theaterkulissen
– Pause. Durchatmen. Nochmal Bewegungsspiel. Alles ist und wird gut.

– Alle Plätze sind besetzt, gespannte Zuschauer, es kann losgehen
– Die Musikgruppe, hinter den Tehaterspielern in einer langen Reihe sitzend, beginnen und beenden das Spiel mit dem Lied:

„An der Nordseeküste, am norddeutschen Strand,
sind die Fiiiische im Wasser, und manchmal an Land.

An der Nordseeküste, am norddeutschen Strand,
schwimmt das Plaaastik im Wasser, und öfters ans Land.“

– das Spiel geht ohne Zwischenfälle über die Bühne, die Zuschauer klatschen begeistert, Kinder und Erwachsenenschar verbeugt sich. Dann noch Fragen und Antworten, Zeigen der gebastelten Objekte, kleine Fotosession. Es war so gut, so toll mit dieser Tehater-Amateur-Gruppe, sooo tolle Kinder!