Angsthase Leopold

Theater Maskotte, Buchholz

Da kommt sie in den Theaterraum – die temperamentvolle Oma (Ute Kotte) und betritt die Bühne, die eigentlich der Bahnsteig in Buxtehude ist. Sie nimmt Platz auf der großen, grünen Bank und weil der Zug Verspätung und sie deshalb Zeit hat, zeigt sie dem Publikum, was sie so im Koffer hat – Hasenmarionetten: Opa Friedrich und Oma Luzie, den kleinen Ulli und die dicke Klara, die eigentlich ganz sportlich ist. Und natürlich den Angsthasen Leopold.
Ist er wirklich ein Angsthase, oder einfach nur schüchtern und vorsichtig? Die dicke Klara traut sich viel und Leopold gelingt es nicht immer, bei den wilden Spielen mitzuhalten. Deshalb lacht sie ihn aus! Aber als der kleine Ulli in eine schwierige Lage gerät, ist es Leopold, der viel mutiger agiert als Klara und so dafür sorgt, dass sich alles zum Guten wendet.
Ute Kotte baut auf der Bühne aus Koffern und Tüchern  und Alltagsgegenständen Situationen nach, die Kinder aus Spielen kennen: wer kann am höchsten springen? Wer traut sich, über eine schmale Brücke zu gehen? Wer hat Angst vor dem Fuchs??? Und die Kinder fiebern bei dieser Geschichte mit, lassen sich ganz auf die Inszenierung ein. Sie ahnen die eine oder andere dramaturgische Wendung voraus – bis die Oma hastig ihre Sachen packen muss, weil nun endlich ihr Zug fahren wird.
Angsthase Leopold nach Motiven des 1963 erschienenen Kinderbuchs „Der kleine Angsthase“ der irischen Autorin Elizabeth Shaw erzählt in kindgerechter, bildhafter Sprache eine Geschichte über Gerechtigkeit und echten Mut. Denn Mut kann nur haben, wer Angst überwinden muss.