Puppenspieler stellen sich vor: Lempen PuppenTheater

Liz Lempen, Daniel Lempen, Dr. Astrid Fülbier

Diese Plauderei über die Entwicklung einer Bühne, bei der besondere Anekdoten und Herausforderungen sowie Zukunftsvisionen geschildert werden, ist ein besonders schöner Glanzpunkt im Festivalprogramm.
Daniel und Liz Lempen waren erst zum zweiten Mal in Husum. Mit ihrem Theater für eine Person oder, wie es im Programmheft heißt – Theater für Glückliche – bescherten sie jedes Mal ein Theatererlebnis der besonderen Art.
Daniel wuchs in einem Schweizer Skigebiet auf. Er hat aber auch Interesse am Handpuppenspiel und gibt bisweilen Vorstellungen für Freunde und Bekannte.
Ein Sprachkurs führte ihn nach Edinburgh und von dort ging es gleich als Puppenspieler auf Tournee.
Bei einem Workshop für Puppenspiel in England lernt er Liz kennen. Sie hatte entdeckt, dass sich ihre Phantasiegeschichten im Figurentheater gut in Szene setzen ließen – viel besser als in der Malerei, in der sie auch geschult war.
Als Team wollten sie viel sehen, viel lernen und mit dem Publikum arbeiten. Ihre Reisen führten sie zunächst an die entlegenen Orte Großbritanniens, auf Inseln, wo selten Puppenspiel gezeigt wird. Das ging auch gut, als ihre gemeinsamen Kinder klein, aber noch nicht schulpflichtig waren.
Später führten ihre Reisen sie um die ganze Welt. Besonders eindrücklich schilderten sie ein Umweltprojekt zum Schutz der Meeresschildkröten, das Liz zu „Cardboard Carnival“ anregte.
1994 wurden sie in Skippton ansässig, seit 2005 veranstalten sie dort ihr eigenes Figurentheaterfestival. Sorgen bereitet ihnen der bevorstehende Brexit, der das Reisen ins europäische Ausland schwieriger machen wird und der auch das Festival in Skippton gefährdet.