Die Commedia der Nase

babelart, Gmunden, Österreich

Columbina (Andra Taglinger) nimmt die Zuschauer als Erzählerin mit in die Geschichte und Capitano Spaccavento (Manfredi Siragusa) spürt an diesem Abend, dass große Kunst in ihm steckt.  Mit Charme und List fängt ihn aber Columbina immer wieder für seine Rolle ein. Großspurig malt er imaginäre Bilder von Heldentaten und großem Ruhm. Und natürlich will er Aufmerksamkeit von den schönsten Frauen, von denen er viele im Publikum erspäht. Aber dann passiert Fatales: Er verliert seine Nase und Columbina sowie die Figuren Pullicella und Pantalone stehen ihm nicht bei und verspotten ihn sogar. Er stürzt in tiefe Verzweiflung.  Aber dann nach einigen Turbolenzen, wendet sich das Blatt und die Nase sitzt wieder im Gesicht.

Dieses Stück bot eine spannende Verbindung zwischen der Commedia dell`Arte und dem surrealistischen Stück von Gogol. Obwohl auf die Bühne beschränkt, füllte das Spiel den ganzen Raum der ehemaligen Synagoge von Friedrichstadt aus. babelart zeigte mit ihrer Mischung von Maskentheater mit Handpuppenspiel ein temperamentvolles, kurzweiliges Spiel, dem man gern noch weiter gefolgt wäre. Eine tolle Vorstellung , die durch begeisterten Applaus in dem ausverkauften Haus belohnt wurde.