Kasper(l) geht fischen


Figurentheater Gerti Tröbinger, Österreich

„Der Fischer und seine Frau“ als Kasperspiel einer Österreichischen Bühne mit dem Kasper und der Gretel in der Rolle des Fischers und seiner Frau. Einerseits folgt das Spiel den Grundaussagen der Grimm‘schen Märchensammlung. Kasper fängt einen Butt und der erfüllt auch Wünsche. Als Gretel das erfährt, schickt sie den Kasper los, weil man sich so eine Chance zur Wunscherfüllung schließlich nicht entgehen lassen darf. So weit – so gut. Aber dann kommt der Teufel ins Spiel, und der ist nun aus einer ganz anderen als der Grimm‘schen Märchenwelt. Und so gibt es eben in dieser Inszenierung auch ein Kasperspiel mit den typischen Verfolgungsjagden, Verwechslungen, Entführungen und einem guten Ende, bei dem die Gretel ihren Kasper wieder anhimmeln kann.
Es war aber nicht nur die eigenwillige Veränderung des bekannten Märchens, die diese Inszenierung zu einem „Hingucker“ machte. Der Kontrast zwischen der einfachen Bühne aus Pappe, die für Szenenwechsel gedreht werden konnte, und den farblich harmonisch passenden Figuren war ein ebenso großer ästhetischer Genuss, wie das Handpuppenspiel von Gerti Tröbinger.
Das fanden auch die Jugendlichen die unter Leitung des Autors Manfred Schlüter am Projekt „Wörterwelten“ des Programms „Kultur macht stark“ teilnahmen. Sie nutzen den Theaterbesuch auch für einen Blick hinter bzw. in die Bühne.